| Projektbezeichnung | 'Streit der Töchter Gottes' ('Erlösung', 'Streit der vier Töchter Gottes'/'Von gotes barmherzigkeit', Könemann von Jerxheim: 'Sunte Marien wortegarde', 'De mynnen rede') |
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| Verantwortlich | Christina Lechtermann Christof Kleinfelder |
| Adresse | SFB 1567 Virtuelle Lebenswelten Universitätsstr. 150 44801 Bochum |
| Institution | Ruhr-Universität Bochum |
| Christina.Lechtermann@rub.de Christof.Kleinfelder@ruhr-uni-bochum.de Antonia.heimueller@rub.de | |
| URL | https://www.virtuelle-lebenswelten.de/forschung/wissen |
| Gemeldet seit | 5/2018 |
| Abschluss | 6/2030 |
| Status | in Vorbereitung |
| Projektbeschreibung | Das Projekt B04 im SFB 1567 'Virtuelle Lebenswelten' untersucht für den Beispielbereich der erzählenden Töchterstreit-Dichtungen – zunächst Könemanns von Jerxheim 'Sunte Marien wortegarde' (1304) und die anonyme 'De mynnen rede' (Ende 14. Jh.) – das Zusammenspiel von Materialität und Virtualität bei der Konstitution von Texten als zentralen Gegenständen literaturgeschichtlichen Wissens. Es geht dabei von der Vorannahme aus, dass Texte nicht einfach als gegeben vorliegen, sondern durch transkriptive Verfahren hergestellt werden und Textualität als Merkmal zugeschrieben wird. Das Projekt verschränkt Historisierung, Theoretisierung und praktische Erkundung des Virtuellen: durch die Untersuchung historischer Inszenierungsformen von Text, die Analyse editions-philologischer Publikationen im Hinblick auf virtuelle Textkonzepte sowie die Erprobung digitaler Editionsformen (xml/TEI). In der zweiten Förderphase (2026-2030) wird der Untersuchungsbereich auf Könemanns 'Kaland' (1270/75) und die 'Erlösung' ausgedehnt. Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Phase werden die unterschiedlichen historischen Formen der Textkonstitution als 'Textgeschichten' integriert – nicht im Sinne rekonstruierbarer Überlieferungswege, sondern einer immer neuen (Re-)Konstitution von Text. Erprobt wird zudem, wie sich Texte und Text-Bild-Objekte in einer Online-Edition präsentieren lassen, die verschiedene Perspektivierungen ermöglicht, Kontexte erschließt und für weitere Kontextualisierungen offenbleibt. Die digitale Edition wird dabei als Form der Kuratierung eines literaturgeschichtlichen Wissensobjekts reflektiert. Die Edition entsteht in Kooperation mit e-editiones (St. Gallen). |
| Letzte Aktualisierung | 6/2026 |